Monolog eines alten Sackes

Alain Bashung: Hier à Sousse von Bleu Pétrole

Vorhin der Gedanke, dass ich deswegen so auf neue Sounds stehe weil die Musik von früher mich daran erinnert wie alt ich bin. Und das Deprimierendste: Ich kenne keine neue interessante und innovative Musik mehr. Bin also dazu gezwungen, die Sachen von gestern zu hören. Deswegen bin ich stinksauer auf die jungen Bands und Solomusiker. Die einzige Chance für mich, gute neue Musik zu hören, scheint die Hoffnung auf meine Vergesslichkeit zu sein. Gibt es Alzheimer im Zusammenhang mit früher gehörter und geliebter Musik? Somehow I doubt it. Aber wenigstens gibt es noch so Leute wie Bashung, der inzwischen die Sechzig überschritten hat. Er hat nach längerer Pause mal wieder ein neues Album gemacht und darauf ist dieses Lied, das so losgeht:

Ici à Sfax, Ici à Sfax,
Hier à Sousse, Hier à Sousse,
Demain à Paris, Demain à Paris,
Aucun cadran n’affiche la même heure,
Aucun amant ne livre la même humeur

An Bashung mag ich seinen spröden und trockenen Sprechgesang und seine paroles. Der Mann spielt gerne mit der Sprache und hat etwas zu sagen. Rockende Ohrwürmer schreiben kann er auch. Von allen lebenden französischen Barden ist er mir wahrscheinlich der liebste. Sfax und Sousse sind übrigens beides Hafenstädte in Tunesien und ein cadran ist ein Zifferblatt. Die Problematik mit der langweiligen neuen Musik ist natürlich ein Evergreen in meinem Blog wie man z.B. an diesem über sechs Jahre alten Post sehen kann.

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