viola da gamba

gestern im konzerthaus auf dem gendarmenmarkt. paolo pandolfo spielte musik von js bach und cf abel, z.t. solo z.t. mit mitzi meyerson am cembalo. am besten gefielen mir die bachstücke im duo. sehr schön zu beobachten, wie pandolfo bei langsamen passagen eine ernste, konzentrierte miene aufsetzt, bei mittelschnellen teilen in eine würdevolle, stolze mimik wechselt, um dann bei schnellen passagen in einen schalkhaften, heiteren gesichtsausdruck zu changieren. sehr banal, aber die bedeutung der inneren haltung, die man nach außen sichtbar macht, kann man gar nicht überschätzen. diese wechselwirkung von innen und außen, die in beide richtungen ausschlägt. hatte das gefühl in der musik, die haltung wiederzuerkennen. die cellosuite von bach, die er gespielt hat, war sehr einschläfernd. bachs cellosuiten sind mir zu monoton, zu wenig variationsreich. eigentlich erstaunlich, ein instrument, dessen klang ich liebe, ein komponist, den ich für den besten halte. die kombination sehr enttäuschend. die sachen von abel auch nicht mein cup of tea. pandolfo erzählte – in phantastischem deutsch – ein bisschen die geschichte von carl friedrich abel, der schüler von johann sebastian bach war und dann später in london zum alkoholiker wurde, dessen konzerte gelegentlich vom schluchzen des publikums übertönt wurden weil er so empfindsam spielte. eine seiner sinfonien wurde längere zeit als ein werk von mozart angesehn, den er unterrichtete. ein komponist zwischen barock und klassik.

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