Archive for April 2010

aus der reihe lustige verleser oder und das ist auch gut so.

April 21, 2010

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4:16 Swell – Forget About Jesus (1994)

April 20, 2010

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Vielleicht mein größter Moment als Swell-Fan. Als ich David Freel vor ein paar Jahren nach einem Konzert in der Oetinger Villa in Darmstadt mal aus dem T-Shirtkarton befreit habe, in den er reingefallen war. Ich würde hier mehr schreiben, wenn es noch mehr Resonanz geben würde. Im Moment quäle ich mich etwas durch dieses Projekt. Wenn erst das Internet zuhause geht, dann wird hoffentlich alles anders.

4:17 Joni Mitchell – The Last Time I Saw Richard (1971)

April 19, 2010
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And a bar maid came by with fishnet stockings and a bow-tie
She said:
„Drink up now, it’s getting on time to close,“

Die Songs von Joni Mitchell fielen für mich immer in vier Kategorien. Die, bei denen ich dachte, sie sänge über mich in der Gegenwart, die bei denen ich das Gefühl hatte, sie sänge über meine Zukunft, die in denen sie über ihre eigenen Beziehungen sang und den Rest. Dieses Lied gehört zur zweiten Kategorie. Wenn ich es heute höre, dann kommt es mir allerdings eher so vor, als sänge sie von meiner Vergangenheit.

4:18 Okkervil River – Happy Hearts (2002)

April 18, 2010
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Why must happy hearts break so hard?
Leave you staring in the mirror at a bar
Leave you talking to yourself,
‚Cause you can’t talk to anybody else.

Daniel Johnston, der von gebrochenen Herzen singt. Das rührt mich jedes Mal von neuem. Wir haben ihn übrigens vor kurzem im Konzert in Berlin gesehen. Mit einer zwölfköpfigen Jazzcombo als Begleitband.

4:19 Lambchop – Grumpus (2000)

April 17, 2010
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restless boy in restless town
and you commence to drinking
a bottle up, a bottle down
a bottle white, a bottle brown
another day peels away

Dieses Lied ergänzt das gute Wetter perfekt. Während uns die Sonne gerade von außen wärmt, wärmt uns dieses Lied von Lambchop’s Nixon-Album das Herz von innen. Nicht lange nachdem ich realisiert hatte, dass Lambchop eine ziemlich gute Band sind, habe ich davon gelesen, dass Kurt Wagner eine Weile mit Richard Brautigan zugebracht hat. Bevor er sich erschossen hat, wenn ich mich recht erinnere ;-). Kurt Wagner ist vielleicht nicht ganz so ein seltsamer Vogel, aber ein Kauz ist der Fliesenleger, der einen grummelnden Bass genauso beherrscht wie ein durchdringendes Falsetto, schon. Es liegt nahe anzunehmen, dass der Titel dieses Stücks etwas mit grumpy (mürrisch, sauertöpfisch) zu tun hat; der Song selber kommt allerdings eher heiter beschwingt daher, er swingt sich herrlich in das Ohr und die Beine. Normalerweise bin ich ja kein Fan von Streichern, aber hier fügen sie sich nahtlos ein und gehören integral zum Sound hinzu.

4:20 Brian Eno – Dead Finks Don’t Talk (1973)

April 17, 2010
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Oh cheeky cheeky
Oh naughty sneaky
You’re so perceptive
And I wonder how you knew.

Ganz schwierig hier ein Lieblingslied auszumachen, dieser Song von der ersten Enosoloplatte hatte zwei Atouts, zum einen den Anfang, der so unglaublich vielversprechend ist. Sodann die Variationsbreite, hier passiert so viel, hier wird so viel rumgemacht, dass Langeweile eigentlich nicht aufkommen kann. Eno war zu diesem Zeitpunkt – nach der Banderfahrung in Roxy Music – auf dem Höhepunkt seiner Kreativität. Lyrics haben bei ihm ja angeblich nichts zu bedeuten, es geht mehr um den Klang als um den Inhalt, das sagt er zumindest, aber ich glaub das nicht so ganz. Auf jeden Fall ein sehr cooler Titel, und dass Finken auf englisch genauso heißen, wusste ich bis gerade eben auch noch nicht.

viola da gamba

April 16, 2010

gestern im konzerthaus auf dem gendarmenmarkt. paolo pandolfo spielte musik von js bach und cf abel, z.t. solo z.t. mit mitzi meyerson am cembalo. am besten gefielen mir die bachstücke im duo. sehr schön zu beobachten, wie pandolfo bei langsamen passagen eine ernste, konzentrierte miene aufsetzt, bei mittelschnellen teilen in eine würdevolle, stolze mimik wechselt, um dann bei schnellen passagen in einen schalkhaften, heiteren gesichtsausdruck zu changieren. sehr banal, aber die bedeutung der inneren haltung, die man nach außen sichtbar macht, kann man gar nicht überschätzen. diese wechselwirkung von innen und außen, die in beide richtungen ausschlägt. hatte das gefühl in der musik, die haltung wiederzuerkennen. die cellosuite von bach, die er gespielt hat, war sehr einschläfernd. bachs cellosuiten sind mir zu monoton, zu wenig variationsreich. eigentlich erstaunlich, ein instrument, dessen klang ich liebe, ein komponist, den ich für den besten halte. die kombination sehr enttäuschend. die sachen von abel auch nicht mein cup of tea. pandolfo erzählte – in phantastischem deutsch – ein bisschen die geschichte von carl friedrich abel, der schüler von johann sebastian bach war und dann später in london zum alkoholiker wurde, dessen konzerte gelegentlich vom schluchzen des publikums übertönt wurden weil er so empfindsam spielte. eine seiner sinfonien wurde längere zeit als ein werk von mozart angesehn, den er unterrichtete. ein komponist zwischen barock und klassik.

4:21 New Order – Denial (1981)

April 15, 2010
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Here I am in a house full of doors but no exits
In a light that is grey like the stain on my windows
(Lyrics)

Movement, das erste – und imo beste – Album von New Order, klingt aus mit diesem rhythmusbetonten Stück. Stephen Morris drummt mal wieder wie ein junger Gott, aber auch die anderen brauchen sich nicht zu verstecken. Barney Sumner’s gelegentliche Gitarrenverzerrungen, Peter Hook’s im Hintergrund rumpelnder Bass und last but not least Gillian Gilbert’s wabernde Keyboards. Ein Album, das an die glücklicheren, alten Joy Divsion Zeiten erinnert und gleichzeitig den zukünftigen Sound einer trendsettenden Dancepopband ankündigt. Aus einem Zwischenreich zwischen Tod – von Ian Curtis und damit Joy Division – und Wiedergeburt als New Order. Im Buddhismus nennt man es Bardo.

4:22 Kings of Convenience – I Don’t Know What I Can Save You From (Röyksopp remix 2001)

April 14, 2010
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I had never really known you
but I realized that the one you were before,
had changed into somebody for whom
I wouldn’t mind to put the kettle on.

A wonderful ballad which didn’t make it before as the contenders were too strong. This is by far not my fave version – that would be the acoustic album recording – but it gives a new perspective on the song. I may be wrong but to me the electronic treatment makes the song sound lighter, the material resonation of the guitar strings is resolved into a floating movement of synthesized sounds. Does that make any sense?

4:23 Cat Power – Nude as the News (1996)

April 13, 2010

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Die Lyrics hören sich so an als wären sie ein Beitrag zur aktuellen Missbrauchsdiskussion. Chan Marshall hat in Interviews gesagt, dass es hier um eine Abtreibung geht. Ein bewegendes Lied, das sich unüberwindlich vor uns auftürmt wie damals der große, nackte Mann vor ihr. Was für ein treffender Titel. Eine meiner Lieblingswebsites über Indiepop von vor zehn Jahren hieß sogar nach diesem Song.