Tango trifft Techno im Tempodrom

Wir waren heute abend in dem Berliner Konzert der argentinisch-französischen Kollaboration Gotan Project (s.a. verlan). Die sieben Gruppenmitglieder waren mit zwei Reisebussen aus Paris gekommen. Die akustischen Instrumente wie Stimme, Bandoneon, Geige und Trompete, Gitarren sowie die Keyboards wurden von Musikern aus Buenos Aires gespielt während an den synthetischen Sounderzeugern ein Franzose und ein Deutschsprachler saßen. Sie waren vor allem für die Drumprogrammierung, diverse Soundeffekte und Einspielungen von Stimmen – häufig durch einen Vocoder gejagt – verantwortlich. Was die beiden da verzapften, war bis auf die diversen Halleffekte nicht unbedingt mein cup of tea, die üblichen eintönigen Beats, schlimm die Roboterstimmen. Aber was die Argentinier da machten, war ziemlich klasse. Im Zentrum natürlich das Bandoneon mit seinem wehmütigem, wiegendem Klang. Dann der Keyboarder, der die Stücke zum Grooven brachte. Und schließlich die Geigerin, die z.T. nur staccatomäßig, leicht über die Saiten strich und so kleine Notentupfer setzte. Manche Stücke hatten einen sehr hypnotischen Effekt; insgesamt fand ich den Sound aber oft sehr breiig und einförmig, als würde da immer die nahezu selbe Nummer gespielt. Wir standen unten, der Saal war ziemlich voll, und nach einer Weile tanzten natürlich so einige Paare Tango. Immer schön anzusehen und vielleicht versuchen wir es ja auch nochmal.

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