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Heute bzw. gestern waren C. und ich auf der Pfaueninsel. Wir haben es beide sehr genossen, ich habe ein Faible für kleine Inseln. Hiddensee ist ja schon nicht groß, aber die Pfaueninsel ist vielleicht ein Zwanzigstel davon. Am meisten beeindruckt hat uns beide die Fontäne mit den zwei Schalen. Wie der Wasserstrahl die obere kleine Schale füllt, die dann überläuft, indem das Wasser eine dünne, durchsichtige Wand bildet und wie die zweite, größere Schale dieses Wasser auffängt und dann ebenfalls überläuft und das Wasser nun eher wild und anarchisch auf den schöngeformten Steinfuß fällt und dort aufschlägt und in alle Richtungen spritzt, das ist ein Schauspiel, dem ich stundenlang zusehen könnte. Gibt es da nicht ein Gedicht zu? Nach der kurzen Rückfahrt mit der Fähre gab es plötzlich einen fetten Regenschauer und wir haben uns nahe der Anlegestelle untergestellt. Dort war auch eine andere Bloggerin mit ihrem Sohn und einem Begleiter. Habe mich natürlich nicht getraut, sie anzusprechen.

***

Vorvorgestern auf dem Karneval der Kulturen wären wir am Mehringdamm fast erdrückt worden. Da waren eindeutig zwei oder drei Leute zuviel am gleichen Ort.

3 Antworten to “.”

  1. wasweissich Says:

    Ach, sowas. Hätten Sie mal was gesagt. Das mit dem Regen war allerdings heftig, ich habe schnell das Auto geholt, weil ich dachte, dass John bald die Geduld zum Warten ausgeht… Heute oder morgen poste ich noch ein paar Fotos von der Pfaueninsel.

  2. ohrensause Says:

    Rilke:
    Römische Fontäne

    Borghese

    Zwei Becken, eins das andre übersteigend

    aus einem alten runden Marmorrand,

    und aus dem oberen Wasser leis sich neigend

    zum Wasser, welches unten wartend stand,

    dem leise redenden entgegenschweigend

    und heimlich, gleichsam in der hohlen Hand,

    ihm Himmel hinter Grün und Dunkel zeigend

    wie einen unbekannten Gegenstand;

    sich selber ruhig in der schönen Schale

    verbreitend ohne Heimweh, Kreis aus Kreis,

    nur manchmal träumerisch und tropfenweis

    sich niederlassend an den Moosbehängen

    zum letzten Spiegel, der sein Becken leis

    von unten lächeln macht mit Übergängen.

  3. ohrensause Says:

    sorry, der kommentar wurde erst als spam markiert. ich freue mich auf die fotos, wir hatten natürlich den fotoapparat vergessen.

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