I don’t like journalists, #1

Und zwar denke ich da jetzt gerade an Heribert Prantl von der Süddeutschen, die ich eigentlich mag, wie er sich gerade im Presseclub echauffiert hat über die neuen Hartz IV-Regelsätze. Er sagt doch tatsächlich, dass man erst die neuen Sätze berechnen sollte und zwar natürlich so, dass da ein fettes Plus hinten rauskommt und dann gucken soll, ob das überhaupt im Budget drin ist. Also sozusagen the American way, erst die Knete mit der Kreditkarte auf Pump ausgeben und dann am Ende jammern, wenn das Finanzsystem zusammengebrochen ist. Und dann drischt der noch minutenlang völlig nichtssagende soziale Phrasen. Der ist noch nicht angekommen im heute, der lebt noch in der Zeit der sozialliberalen Koalition. Ein Traumtänzer wie er im Buche steht. Alle anderen in der Runde, besonders die Dame von der Zeit, waren übrigens durchaus vernünftig.

2 Antworten to “I don’t like journalists, #1”

  1. Ela Says:

    Da ist er aber leider nicht der Einzige. Ich habe vorhin selber einen Artikel zu dem Thema gelesen und viele der Leute, die ihn kommentiert haben, waren der Ansicht, eine Neuberechnung darf nur zu Gunsten der Betroffenen ausfallen. Und da sind die 5 Euro, die dabei herumgekommen sind, eben nicht genug. Versteh ich auch, ich würd vermutlich auch sagen, dass ich drauf verzichten könnte. Aber es wird erstens nicht beachtet, dass diese 5 Euro das Land um die 80 Millionen Euro mehr im Jahr kosten und zweitens, dass es ursprünglich gar nicht um eine Erhöhung der Sätze ging, sondern lediglich darum, die Berechnung transparenter zu machen. Damit man eben weiß, wie viel Geld man vom Staat wofür bekommt.

  2. ohrensause Says:

    kleine arithmetikkorrektur, ansonsten voll d’accord. 6,5 millionen hartz-iv-empfänger (die zahl nannten sie im presseclub) mal 12 monate mal 5 euro, das macht 390 millionen euronen, also noch eine ganze stange mehr geld.

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