1:08 Wire – Another The Letter (1978)

https://docs.google.com/uc?id=0B6VP-jaS7U-JNmI1NjAwNTUtYWIzOS00ZTBjLWJjMzctODAxYjFkMzJmNWU2&export=download&hl=de

Oh faint heart, when the letter arrives
You suddenly find things getting life-size

Once the air rang with things unsaid
Now cruel outlines are easily read
Behind the curtain in the yellow bulb light
The letter reads I took my own life

Fast schon makabre Koinzidenz. Gestern einen Selbstmörder im Programm, nun ein Lied über einen Abschiedsbrief. Wire beweisen mal wieder, dass sie die Meister des Minutensongs sind und die Minutemen, die sich ja sogar nach der Länge der meisten ihrer Stücke genannt haben, ganz klar ausstechen. Faszinierend an dem Track ist die schwindelerregende Speed, das Wirbelwindhafte, man meint eine sich beschleunigende Sirene zu hören. So ähnlich stelle ich mir den Moment am Ende von Edgar Allan Poe’s Kurzgeschichte The Pit and the Pendulum vor, als die glühenden, immer näherrückenden Wände seines Gefängnisses den Erzähler in die Mitte des Raums schieben, wo ein Loch ist (die Grube), in das er hineinfällt und dann mitten in einer Schlacht der Franzosen gegen die Spanier zu Zeiten der spanischen Inquisition aufwacht.

(Die Liste aller seit dem 1. Februar ausgewählten 267 Stücke ist hier.)

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