Max Prosa – Visionen von Marie


Ein schöner Aspekt von Popmusik ist ja, dass man als langjähriger Hörer, der zwangsläufig auch älter wird, immer wieder mit neuen Generationen von Musikern konfrontiert wird. Dass das Hören von Musik von Leuten, die im Vergleich zu einem selbst immer jünger werden, einem irgendwie auch seine eigene Jugend wieder zurückgibt und zwar praktischerweise ohne, dass man ihre Verwirrungen neu durchleben muss. Man lässt sich so gerne von Musik davon überreden, dass man ja eigentlich im tiefsten Herzen immer noch der naive, romantische und gefühlsduselige Typ ist, der man meinte vor 25 Jahren gewesen zu sein. Max Prosa aus Charlottenburg, der hier – wahrscheinlich im Grunewald – mit seiner Band eine sachte, zarte Ballade spielt, hat mich heute genau an diesem nostalgisch-sentimentalen Punkt berührt, und dafür möchte ich ihm danken.

Eine Antwort to “Max Prosa – Visionen von Marie”

  1. Schreckgespenst Says:

    Ja, die alternde Musikgesellschaft kann auch von Neulingen positiv überrascht werden. Ob diese kann Karrieren von mehreren Jahrzehnten haben, bleibt abzuwarten.

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