Archive for the ‘60s’ Category

Quicksilver Messenger Service – Mona

Januar 8, 2012


Quicksilver Messenger Service waren in der zweiten Hälfte der Sechziger so ziemlich die abgefahrenste Gitarrenband an der Westküste. In San Francisco machten ihnen zwei andere Acidrockcombos Konkurrenz, die beide kommerziell erfolgreicher und bekannter waren, Jefferson Airplane und Grateful Dead. Live liefen QMS oft zu Hochform auf, die Doors waren eine ihrer Vorgruppen. Hier sieht man den relativ früh verstorbenen Leadgitarristen John Cipollina einen eigenen Tanz mit viel Gesäßeinsatz vollführen. Musikalisch handelt es sich hier wie häufiger bei QMS um ein Bo Diddley-Cover. Beinharter Bluesrock mit einem Schuss LSD. Ein phantastischer Tremolo-Gitarrensound. 1969, das waren noch Zeiten.

5’42 Neil Young – Sugar Mountain (1968)

März 2, 2011
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Oh, to live on Sugar Mountain
With the barkers and the colored balloons
You can’t be twenty on Sugar Mountain
Though you’re thinking that you’re leaving there too soon

Hier geht es offensichtlich ums Älterwerden. Da gab es diesen Klub in Kanada, in den man nur unter zwanzig reinkam. Inzwischen gibt es Parties in Deutschland speziell für über Vierzigjährige. Die Zeiten haben sich geändert. Früher war man mit zwanzig erwachsener als heute mit vierzig. Unser aller Karl Theo von und zu hat übrigens schon bald den nächsten Schock zu verkraften. Er wird dieses Jahr vierzig. Hier noch etwas mehr zu Sugar Mountain und welches Lied von Joni Mitchell damit etwas zu tun hat.

(Die Liste aller seit 1. Februar 2010 ausgewählten 342 Stücke ist hier.)

5’40 The Velvet Underground – Pale Blue Eyes (1969)

Februar 27, 2011
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She said, money is like us in time,
It lies, but can’t stand up.
Down for you is up.

Dieser Song ist derjenige, der in meinen Ohren das dritte Album der einflussreichen New Yorker Kultband am Besten verdichtet. Der düstere, wilde Walliser John Cale ist weg und Lou besinnt sich auf seine alten Lieben. Hier geht es wohl um ein Mädchen von der Uni in Syracuse mit der Lou mal was hatte, die dann aber einen anderen heiratete. Die Ballade strahlt eine unglaubliche – fast schon beängstigende – Gelassenheit, Ausgeglichenheit und Souveränität aus, ich habe sie vorhin im mit über 250 kmh dahinbrausenden Sprinter gehört und musste die Augen schließen, es ging nicht anders, manche Musik erfordert den ganzen Menschen inklusive aller seiner Sinne. Wie das grandios, geradezu Grand-Canyon-mäßig dahinfließt. Einfach mal einen Gang rausnehmen. Einfach mal nur da sein und genießen. Es lohnt sich. Ohne Schmu.

(Die Liste aller seit 1. Februar 2010 ausgewählten 340 Stücke ist hier.)

Monterey 1967

Februar 6, 2011


Quicksilver Messenger Service – All I Ever Wanted to Do

0:15 Bill Evans – I’ll See You Again (1964)

Februar 6, 2011

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Tonight we went to see Eugene O’Neill’s autobiographical Long Day’s Journey into Night at the Renaissance Theater. David Bennent who I had noticed first and last in the Tin Drum more than thirty years ago played the twentysomething Edmund who was suffering from tuberculosis like O’Neill himself in his early years. His brother, the alcoholic Jamie was played by Ben Becker, a rather well-known German actor who had fought with drugs himself in the recent past. The father James, a miserly actor with a penchant for Whisky was incarnated by Gerd Böckmann, another well known actor. The story was simple. The whole family including the mother who was addicted to morphium lived in a pseudo-reality. The American dream had turned into a nightmare. By the way the piece was a little too long and repetitive for my likes.

(The list of all 320 selections since 1st February 2010 is here.)

0:16 Miles Davis Quintet – Paraphernalia (1969)

Februar 4, 2011

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Friday evening is a good moment to hold your breath and slowly glide into the week-end. To help you in doing so I have chosen some cool jazz from the late second Miles Davis Quintet. They perform live in Brooklyn here and they almost play anachronistic music as at the time stylistically Miles was already moving somewhere else. Jazz rock was the big thing to come but this classic jazz aged way better than the new fad. Paraphernalia in German translates to Krimskrams, a word which I like a lot, as it seems very figurative and physical in a way. Its sound matches its meaning perfectly. Whatever.

(The list of all 319 selections since 1st February 2010 is here.)

0:19 John Peel/Pink Floyd – Top Gear introduction (1968)

Februar 1, 2011

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Top Gear was a BBC radio programme in the sixties. At the time the BBC had lost a lot of its young audience to RTL and pirate stations. In the early years of BBC Radio 1 from 1967 on the show was revived and by then it featured mainly progressive music. This small bit can be found on a Pink Floyd bootleg called Celestial Voices. John Peel announces the bands and artists he will play on the show and there is some menacing rather extraterrestrial sounding instrumental music by Pink Floyd, I suppose, in the background. This is radio and rock history.

(The list of all 316 selections since 1st February 2010 is here)

0:26 Can – Pnoom (1968)

Januar 25, 2011

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Endlich mal eine Kölner Band nach all den Düsseldorfer Gruppen. Ich glaube schon, dass man sagen kann, dass dies die wichtigste Formation aus der Karnevalhauptstadt ist, die mit Karneval aber normalerweise eher weniger zu tun hat. Hier spielen sie allerdings lustig ein bisschen freestylemäßig vor sich hin. Aus denen hätte auch eine große Freejazzkapelle werden können. Es kam dann ein bisschen anders aber nicht viel. Irgendwie muss ich jetzt die Kurve kriegen zu einem schwerwiegenden Problem, das sich in meinem Musikcountdown abzeichnet. Da gibt es ein Loch zu stopfen und ich verspreche mir in dem Zusammenhang viel von meiner kompetenten und musikalisch gut ausgestatteten Leserschaft. Ich habe bis jetzt keinen Fünfsekundentrack (in Ziffern 5). Geht da was? Wenn ja, die mp3 bitte an alex63ANbigfootPUNKTcom schicken oder mir sagen, wo ich sie im Internetz finden kann. Jute Nacht allerseits.

(Die Liste aller 309 seit dem 1. Februar 2010 ausgewählten Stücke ist hier.)

0:29 The Smiths – I Want a Boy for My Birthday (1982, The Cookies 1963)

Januar 22, 2011
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I want a boy for my birthday
That’s what I’ve been dreaming of
I won’t have a happy birthday
Without a boy to love

Tschuldigung für die schlechte Qualität dieses unvollständigen Liedes. Es ist soweit ich weiß die älteste erhaltene Aufnahme der Smiths, sie covern eine amerikanische R&B Mädchenband der 50er und 60er. Den Liedtext trägt Morrissey mit hoher Überzeugungskraft vor, selbst in der grottenschlechten Qualität hört man doch auch schon hier – zumindest ging es mir so mit dem iPod – die einzigartige Magie des Smiths-Sounds. Ich hatte vorhin in der U-Bahn jedenfalls eine Gänsehaut über die knappe halbe Minute, bevor das Lied abbrach. Das Aufnahmejahr 1982 ist außerdem ein Jahr, in dem mein Leben eine interessante Wendung nahm, von der ich, wenn ich ehrlich bin, noch heute zehre. Und 1963, na ja, da schweigt des Sängers Höflichkeit oder wie es nochmal heißt.

(Die Liste aller 306 seit dem 1. Februar 2010 ausgewählten Stücke ist hier.)

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Wir haben heute übrigens den allerschlimmsten, banalsten, überflüssigsten Film von Rudolf Thome überhaupt gesehen. Schon die letzten Machwerke waren ja nicht sehr toll – beim Letzten von 2006 pennte lustigerweise Thome himself über die längste Zeit der Vorpremiere in der Sachsenhausener Harmonie, der wir beiwohnten. Das rote Zimmer ist eine Altherrenphantasie über einen Mann der mit zwei Frauen rummacht, die auch miteinander rummachen. Es wird viel geküsst, die Frauen dürfen sich ausziehen, der Mann natürlich nicht, und die Dialoge sind wieder mal an der Grenze der Debilität, hölzern und unlustig und ohne Charme. Der Film zog sich außerdem ewig in die Länge, die Einstellungen wollten nicht aufhören, es war eine Qual. Das war nun endgültig der letzte Thome, den ich mir in diesem Leben angetan habe.

0:34 Carl Orff – Iii Cour D’amours – Dulcissime (Carmina Burana, 1937, Aufnahme 1968)

Januar 17, 2011

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So viel Klassik hatte ich ja hier noch nicht und klassischen Gesang noch weniger. Und von Orff noch gar nix. Außerdem wird hier geradezu guinnessbuchrekordverdächtig hoch gesungen. Muss ins Blog.

(Die Liste aller seit dem 1. Februar ausgewählten 301 Stücke ist hier).