Archive for the ‘geld’ Category

Eulen nach Athen tragen

Januar 24, 2012

Es ist also möglich, die Worte als Hinweis auf die unsinnige Tätigkeit zu deuten, Weisheit in die Stadt zu bringen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er sich auf die Münzen bezog, auf denen das Tier prangte. Aristophanes bezeichnete es als überflüssig, ins reiche Athen Silbermünzen (mit der Eule) zu schicken. In Vers 1106 schreibt er dazu etwa: „An Eulen wird es nie mangeln.“ (q)

Äsop und die Schuldenkrise

Mai 29, 2010

Die Deutschen sind die Ameisen, ebenso wie die Japaner und Chinesen, sie sind allesamt fleißig und sparsam, wie nicht anders zu erwarten, und die Heuschrecken sind – na, wer wohl? – die Amerikaner, Briten, Griechen, Spanier, die tanzen und singen den ganzen Sommer, und wenn es dann Winter wird, haben sie nichts zurückgelegt und müssen die Ameisen anbetteln.

Experten

Februar 20, 2010

Hype Real Estate

Nix dazugelernt oder Jedes Zocken hat ein Ende

Februar 20, 2010

Den Inhalt dieses Artikels muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Die Hypo Real Estate, die es nicht mehr geben würde, wenn der Staat – und damit wir Steuerzahler – ihr nicht Garantien von über 100 Milliarden Euro gegeben hätte und die seit Oktober letzten Jahres verstaatlicht ist, hat – mit unseren Garantien – von März bis September für mehrere Milliarden Euro Forderungen gegenüber Griechenland eingekauft. Die schlafmützigen Landesbanken (LBBW, BayernLB) sind natürlich auch wieder mit von der Partie. Diesen Dilettanten sollte man die Geldanlage verbieten. Denn inzwischen wetten die Spekulanten auf eine Staatspleite von Griechenland. Die Finanzmärkte werden uns alle auffressen, wenn der Spekulation nicht bald ein Riegel vorgeschoben wird. Lippenbekenntnisse tun es nicht mehr Obama, Merkel und Konsorten. Noch nicht mal eine Spekulationssteuer haben die bis jetzt auf die Reihe gekriegt. Jetzt muss endlich Butter bei die Fische. Sonst geht der Kapitalismus genauso unter wie der Kommunismus vor 20 Jahren. Das wird dann aber keine Implosion sondern eine Riesenexplosion. Am Ende einer Zockerkarriere steht immer der Bankrott.

Man muss sich das nochmal verdeutlichen, die Banken werden mit hunderten von Milliarden rausgeboxt aus der selbst verschuldeten Pleite und werden dann auch noch dafür belohnt, indem ihnen keine Finanzmarktsteuer aufgebrummt wird. Damit sie schön weiter mit fremdem Geld spekulieren können. Die Steuern kann man sich ja beim Bürger holen, der ist so blöd und zahlt alles. Und geht inzwischen ja nicht mal mehr zur Wahl, wo es im Grunde auch gar nichts mehr zu wählen gibt.

P.S. Es wird gerade ein 25 Milliardenpaket von der EU für Griechenland geschnürt, davon 5 Milliarden aus Deutschland. Mit der üblichen Begründung: Deutschen Banken droht sonst der Bankrott. Dabei wird es bestimmt nicht bleiben, sag ich mal. Somit werden also auch die Griechen dafür belohnt, dass sie über ihre Verhältnisse gelebt haben. Und jahrelang gelogen noch dazu. Deswegen werden sie jetzt ganz bestimmt sofort anfangen, zu sparen und uns die ganze Kohle schnellstmöglich zurückzahlen. Da lachen ja die Hühner. Die wären ganz schön blöd, wenn sie das machen würden. Das Schlimmste ist ja auch noch, dass viele Leute meinen, Merkel & Co. würden uns gut durch die Krise führen.

Einfach mal abschalten

Oktober 11, 2009

Ich empfehle auch, sehr selektiv mit den Medien umzugehen, auf Bücher zu setzen (nur hier bekommt man noch komplexe Gedankengänge präsentiert) und – nach Miriam Meckel – zeitweilig unerreichbar zu sein.

(Aus einem Interview mit Max Otte, desen Buch Der Informationscrash. Wie wir systematisch für dumm verkauft werden gerade erscheint )

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Juli 3, 2009

Was unterscheidet den Kapitalismus vom Kommunismus? Im Kommunismus werden die Betriebe zuerst verstaatlicht und dann ruiniert. Im Kapitalismus werden sie erst ruiniert und dann verstaatlicht.
(Václav Klaus)

Die Würgschaft, äh Wirtschaft

Juni 3, 2009

Irrenhaus

April 27, 2009

Danach sollen Finanzinstitute ihre derzeit unverkäuflichen Wertpapiere in Zweckgesellschaften zwischenlagern und so mit ihren dann gereinigten Bilanzen wieder Vertrauen im Markt zurückgewinnen. (q)

Träume ich jetzt oder was? Da kommen sie doch her, die Schrottpapiere, die verbrieften faulen Kredite. Es gibt sie doch nur weil die Banken sie in Zweckgesellschaften außerhalb ihrer Bilanzen ausgliedern konnten. Sie jetzt dort wieder hin zu manövrieren ist ja wohl die totale Bankrotterklärung der Regierung. Die Banken tanzen Steinbrück, Merkel et al. auf der Nase herum. Die machen einfach so weiter als wäre nichts geschehen. Fahren im 1. Quartal sogar fette Gewinne ein. Und Ackermann schwadroniert wieder von Renditezielen, die nur erreicht werden können, wenn der Staat, also wir, die Banken dann wieder rausboxen, wenn es in die Hose gegangen ist. Aber vielleicht bin ich ja nur zu blöd, das alles zu kapieren. Hoffen wir mal, dass es so ist.

credit crunch ten years ago

April 2, 2009

Als er 1999 versuchte, einen Kredit für ein Internetprojekt zu bekommen, lehnte der Banker mit der Begründung ab: „Wer weiß, ob es in ein paar Jahren das Internet überhaupt noch gibt?“ Aus heutiger Sicht wäre die richtige Antwort gewesen: „Wer weiß, ob es Ihre Bank in ein paar Jahren noch gibt?“ (Quelle)

no future

März 29, 2009

Cohn-Bendit: Verstaatlichung ist höchstens als kurzfristige Rettungsmaßnahme sinnvoll. Staatliche Banken sind doch nicht besser als private, wenn sie sich den Marktmechanismen unterwerfen. Die Manager von Staatsfirmen gehen auch nicht verantwortungsvoller mit der Natur um. Unser strategisches Problem ist: Der Markt kennt das Wort Zukunft nicht. Auf dem Markt müssen Sie kurzfristig denken. Aber die Politiker müssen langfristig denken und handeln, wenn sie die Zukunft gestalten wollen. (q)

Den letzten Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Der einzige Politiker, der über den Tellerrand des nächsten Wahltermins hinaussieht, ist keiner mehr, denn das wäre höchstens der elder statesman.